Einladung

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Gewöhnliche Einladung

Seit Januar 2002 benötigen rumänische Staatsbürger kein Visum mehr, bei der Einreise nach Deutschland. Allerdings müssen bei der Einreise laut deutschen Bestimmungen als Richtwert pro Kopf und Tag 25 Euro vorgezeigt werden. Die rumänische Bestimmungen sprechen von 100 Euro für mind. 5 Tage, jedoch 500 Euro für die gesamte Aufenthaltsdauer. Die maximale Aufenthaltsdauer darf 3 Monate (90 Tage) nicht überschreiten. Das gilt für einen Zeitraum von 6 Monaten Zusätzlich muss ein gültiger Krankenversicherungsschutz für die gesamte Dauer des Besuches bestehen. Es empfiehlt sich, bei der Versicherungspolice auf eine Deckungssumme von mind. 50.000 €uro oder Dollar zu achten. Beim ADAC kann man eine Versicherungspolice für ausländische Besucher erwerben. Es gibt mehrere Versicherungen in Deutschland die Kombinationsversicherungsschutz für ausländische Gäste anbieten, d.h. eine Krankenversicherung kombiniert mit einer Privat-Haftpflichtversicherung, einer Unfallversicherung usw. Im Internet findet man verschiedene Anbieter. Die Hans-Merkur allerdings nicht: diese ist aber sowohl preislich interessant als auch vom Versicherungsumfang der Haftpoflichtversicherung, da sie auch Schäden beim Gastgeber mitversichert, was die anderen Versicherungen ausschliessen; man kann sich damit sozusagen als Gastgeber selbst gegen Schäden versichern die der Besucher verursacht. Das ist sicherer als mit einigen rumänischen Versicherungen, die ohnehin nicht alle vom deutschen Konsulat anerkannt werden. Eine erneute Einreise ist erst in 6 Monaten nach der ersten Einreise wieder möglich! (z.B. Aufenthalt von 1.11. bis 29.1. = 90 Tage, dann Ausreise, Wiedereinreise frühestens am 1.5. (6 Monate nach der ersten Einreise).

Achtung: Seit November 03 verlangen die Landratsämter/Ausländerbehörden noch vor der Ausstellung der Einladung einen gültigen Versicherungsnachweis. Am besten man lässt diesen in Deutschland ausstellen.

Leider verfahren die Zöllner an der rumänischen Grenze oft anders, als man in den Bestimmungen lesen kann. Man hört davon, dass zum Bargeld auch noch eine Einladung verlangt wird, oder dass die Menge des benötigten Bargeldes unterschiedlich bemessen wird. Wir empfehlen daher wenn möglich, lieber mit einer Einladung eines Verwandten oder Freundes einzureisen. Noch besser ist es, den Eingeladenen direkt abzuholen. Bitte die Einladung und den Versicherungsschein auch bei der Wiedereinreise nach Rumänien bereithalten, da gegebenenfalls wieder an der Grenze danach gefragt wird. Sollte etwas davon fehlen, kann man mit Verzögerungen rechnen. Den Grund dafür konnte mir bisher noch niemand nennen. (Schikane ?) Nicht alle Bundesländer/Landkreise stellen noch Einladungen aus. In diesen Fall ist es möglich, auch eine private Verpflichtungserklärung auszustellen. Diese sollte dann von einen Notar beglaubigt, oder die Unterschrift von der Stadt-Gemeindeverwaltung bestätigt werden. Größere Städte machen oft Probleme bei der beglaubigung der Unterschrift, kleinere Rathäuser beglaubigen meist ohne Rückfragen.

"Heiratsvisum" (Familienzusammenführung)

Eine weitere Möglichkeit der Einreise zum Zweck der Heirat ist die Erlangung eines "Heiratsvisum", (Visum für Familienzusammenführung ) Dieses erhält man in einer der deutschen Vertretungen in Bukarest, Timisioara und im Generalkonsulat in Hermannstadt. Sind sie bereits mit dem Partner verheiratet, ist das Visum kostenlos, aber trotzdem notwendig. Dann benötigen Sie auch noch die Heiratsurkunde im Original inkl. 2 Kopien. Da die Unterlagen zur Ausländerbehörde des in Deutschland lebenden Partners geschickt wird, kann die Bearbeitung bis zu 6 Wochen betragen, ehe man nach Deutschland einreisen kann.

Benötigte Unterlagen

  1. Antragsformular
  2. 3 Passfotos
  3. Heiratsurkunde (inkl. 2 Kopien)

Geburt eines Kindes

Ist die Mutter Ausländerin und gebärt während ihres 3-Monatigen, rechtmäßigen Aufenthalts in Deutschland ihr Kind, (§ 9 Abs. 2 Nr. 2 DV AuslG) dann ist das Kind nicht automatisch deutscher Staatsbürger. Der Vater muss die Vaterschaft anerkennen. Dies bei einem Standesbeamten Ihrer Stadt durchgeführt. Dazu sollte man den Reisepass und die Geburtsurkunde (kann im extremfall übersetzt und mit Apostille verlangt werden) des rumänischen Partners, das Familienstammbuch des deutschstämmigen Partners (Geburtsurkunde) und die Geburtsanzeige ( bekommt man in der Regel vom Krankenhaus) des kleinen Würmchens dabei haben. Dies kann auch bereits während der Schwangerschaft, also vor der Geburt geschehen Man hat dann allerdings noch keine Geburtsanzeige. Dann ist das Kind nach der Geburt deutscher Staatsbürger. Die Angebetete, die ja dann Mutter eines deutschen Kindes ist, kann dann z.B. im Landratsamt einen Aufenthaltstitel beantragen. Eine Garantie für das Bleiberecht ist die allerdings nicht.

Ist das Kind nach der Geburt nicht deutscher Staatsbürger, wird die Mutter nicht unbedingt sofort wieder nach Hause geschickt. Wenn erkennbar ist, dass das Kind in nächster Zeit, die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten wird, liegt es im Ermessen der Ausländerbehörde, ob die Mutter einen Aufenthaltstitel bekommt. Ich kann mir aber persönlich nicht vorstellen, dass die Behörden hier noch Schwierigkeiten machen werden.

Gebärt die Mutter im Ausland ihr Kind, dann kann im Zuge der Familienzusammenführung, die Mutter nach Deutschland einreisen. Allerdings wird dies einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die Behördengänge erledigt und die Papiere ausgestellt sind.

Das Kind sollte nach der Geburt, mit Hauptwohnsitz am Ort des deutschstämmigen Partners angemeldet werden. Wenn es möglich ist und die Behörden nicht zu viele Fragen stellen, auch gleich für den rumänischen Partner. Mit allen Unterlagen, Geburtsurkunden. Wohnsitzanmeldung, Pässen usw. geht man dann zum zuständigen Ausländeramt und beantragt einen Aufenthaltstitel für den rumänischen Partner.